Zum Hauptinhalt
Emily Häntschel

Wirtschaftliche Erholung dank politischer Stabilität

Die Aussichten der armenischen Wirtschaft waren zwischen Q2-2020 und Q1-2021 eher düster. Die Wirtschaft wurde von Corona und dem Krieg um Bergkarabach schwer getroffen. Obendrein war das Land politisch instabil. Aufgrund dieser Faktoren schrumpfte das BIP in signifikantem Maße, um 7,4% im Jahr 2020, und um 3,3% in Q1-2021. Die nationale Währung wertete um bis zu 11% gegenüber dem US-Dollar ab.

  • Armenien
NL 2 | November-Dezember 2021
Makroökonomische Analysen und Prognosen

In Q2-2021 setzte eine deutliche wirtschaftliche Erholung ein. Das BIP wuchs um 13,1%. Für das gesamte Jahr wird ein reales BIP Wachstum von 5,5% erwartet. Die unerwartet starke wirtschaftliche Erholung wurde durch zwei Faktoren angetrieben: hohe Rücküberweisungen, welche den Konsum förderten, und eine signifikante Verbesserung der politischen Stabilität nach den vorgezogenen Wahlen im Juni 2021. Gleichzeitig wertete der Wechselkurs auf und ist nun auf dem Vor-Corona-Niveau.
Auch wenn diese Entwicklungen positiv zu bewerten sind, so zeigen sie auch den starken Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen und politischen Lage eines Landes.

PDF zum Download