Wirtschaftsausblick Ukraine
Für die Jahre 2026 und 2027 wird ein Wachstum von 2,1% und 2,6% erwartet, getragen von privatem Konsum und Investitionen. Die Inflation steigt aufgrund der Auswirkungen des Iran-Konflikts erneut an, weshalb die restriktive Geldpolitik fortgesetzt wird. Das Leistungsbilanzdefizit wird 2026 stark auf 21% des BIP ansteigen aufgrund von steigenden Importen. Ein neuer EU-Unterstützungskredit ist entscheidend zur Deckung der Haushaltslücke und zur Sicherung der außenwirtschaftlichen Stabilität.
Überblick
- Wirtschaftliche Erholung bleibt begrenzt, solange der Krieg andauert: +2,1% 2026, +2,6% 2027
- Wachstum wird von privatem Konsum und Investitionen getragen, negativer Beitrag der Nettoexporte; begrenzte Erholung der Produktion in Landwirtschaft, Industrie und Verkehr
- Inflation steigt erneut aufgrund der Auswirkungen des Iran-Konflikts, restriktive Geldpolitik wird fortgesetzt
- Das Leistungsbilanzdefizit wird 2026 stark auf 21% des BIP ansteigen, da Exporte stagnieren, aber Importe weiter wachsen; Finanzierung ist für die außenwirtschaftliche Stabilität unerlässlich
- Neuer EU-Unterstützungskredit entscheidend zur Deckung der Haushaltslücke und außenwirtschaftlichen Stabilität; Erfüllung der Reformauflagen würde Auszahlungen ermöglichen
- Schuldenquote über 100%, jedoch überwiegend zu vergünstigten Konditionen ausländischer Kreditgeber
Besondere Themen
- Reformvorschläge für ein vereinfachtes Steuersystem: Die Anpassung des Schwellenwertes für die Mehrwertsteuer ist entscheidend
- CBAM: Starke negative Auswirkungen auf UKR-Exporte in die EU stellen Herausforderungen dar
- Biomethan: Exportpotenzial steigt, doch Herausforderungen beim Zugang zum EU-Markt bleiben