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Wirtschaftsausblick Georgien

Trotz des Iran-Konflikts bleiben die Wachstumsprognosen für Georgien robust: Der IWF erwartet unverändert 5,3%, während die NBG ihre Prognose aufgrund der starken Dynamik im Dienstleistungssektor um 1,5 Pp. auf 6,5% angehoben hat. Der Iran-Konflikt dürfte vor allem die Inflation belasten, während die Wachstumseffekte bisher begrenzt bleiben; ein Risiko besteht jedoch bei längerer Konfliktdauer für den Tourismus in der Hauptsaison im dritten Quartal.

  • Georgien
WA 23 | Juni 2026
Makroökonomische Analysen und Prognosen

Überblick

  • 2025: Wachstum blieb mit rund 7,5% z. Vj. weiterhin hoch, vor allem durch Konsum und Dienstleistungen getragen
  • 2026: Trotz Iran-Konflikt bleiben die Wachstumsprognosen robust. IWF: 5,3% z. Vj., Prognose unverändert. NBG: 6,5% z. Vj., Erhöhung um 1,5 Pp. aufgrund der starken Dynamik im Dienstleistungssektor. NBG erwartet nur „leicht negative“ Effekte durch Iran-Konflikt
  • Iran-Konflikt wirkt vor allem über höhere Energiepreise, teurere Rohstoffimporte und schwächere Tourismusdynamik
  • Lari: nach Aufwertung auf ca. 2,70 GEL/USD stabil; Reserven: 6,7 Mrd. USD, neues Rekordhoch
  • Leistungsbilanzdefizit war 2025 mit 2,6% des BIP sehr gering, soll 2026 infolge höherer Import-preise und schwächerer Tourismusdynamik auf 5,0% des BIP steigen
  • Warenkorb ist stark von Lebensmitteln und Transport geprägt, Inflation soll 2026 bei 4,7% z. Vj. liegen (+1,3 Pp.). Die NBG reagiert mit Erhöhung des Leitzinses auf 8,25%
  • Warenexporte steigen stark durch Ölprodukte und Erze, während Kfz-Reexporte rückläufig sind
  • Haushaltsdefizit bleibt niedrig; Eurobond wurde bereits vor dem Iran-Konflikt refinanziert

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