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Wirtschaftsausblick Belarus

Die belarussische Wirtschaft ist gut durch das Jahr 2021 gekommen, was vor allem der guten außenwirtschaftlichen Lage zuzuschreiben ist. Für 2022/2023 bleibt die Unsicherheit jedoch hoch, vor allem im Hinblick auf den Effekt der Sanktionen auf die Wirtschaft.

  • Belarus
WA 15 | Februar 2022
Makroökonomische Analysen und Prognosen

Überblick

  • Das reale BIP wuchs 2021 um 2,3%, die Auswirkungen der westlichen Sanktionen werden 2022 das Wachstum auf 0,2% drosseln (2023: 1,6%); Prognoseunsicherheit bleibt hoch
  • Sektoral war die Entwicklung 2021 sehr heterogen: IKT +9,2%; Bausektor -12,2%
  • Inflation mit aktuell 10,4% (Jan-22) sehr deutlich über Zielwert der Nationalbank (5%); nur sehr langsamer Rückgang zu erwarten
  • Wechselkurs wertete im Jahresverlauf 2021 leicht auf, hat sich aber im aktuellen RUS-UKR-Konflikt abgeschwächt. Reserven im Jan-22 bei 8,5 Mrd. USD; Anstieg nach SZR-Zuteilung durch IWF
  • Haushaltssaldo 2021 besser als erwartet; nach nat. Definition wurde ein leichter Überschuss erzielt. Staatsverschuldung ging 2021 auf knapp 45% des BIP zurück; zukünftige Entwicklung stark abhängig von weiterer russischer Finanzierung
  • Leistungsbilanz 2021 mit 0,4% des BIP leicht im Überschuss; erneutes Defizit in 2022/2023 erwartet
  • Starke Erholung des Außenhandels 2021 (Exporte +37%, Importe +25%), vor allem durch
    Preiseffekte. Anteil der EU am Handel gestiegen, u.a. bedingt durch Warenstruktur

Themen

  • Auswirkungen der Sanktionen auf Belarus. Signifikante Auswirkungen in 2022 zu erwarten
  • Änderungen in der Steuergesetzgebung. Höhere Steuerlast in der KMU-Besteuerung zu erwarten
  • Russland-Ukraine-Konflikt. Große Risiken bei Eskalation des Konflikts durch enge wirt. Verflechtung

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