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Wirtschaftsausblick Belarus

Die Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal um 0,4% und für das Gesamtjahr 2026 wird ein Wachstum von 1,2 % erwartet. Ursächlich für diese Entwicklung sind die Verlangsamung der russischen Wirtschaft und rückläufige Investitionen. Die Inflation lag im März bei 5,4 % (Jahresprognose: 6,4 %). Der IWF erwartet ein geringeres Haushaltsdefizit als im Haushaltsgesetz vorgesehen, gleichzeitig bleibt die Abhängigkeit von russischer Unterstützung hoch. Das negative Handelsbilanzsaldo führt zu einem Leistungsbilanzdefizit von -2,7 % und erhöhtem Abwertungsdruck. Der Außenhandel wendet sich zunehmend von der EU ab und Russland/China zu.

WA 22 | Mai 2026
Übersicht
  • BIP-Entwicklung schwach: 1Q26 Rückgang: -0,4%, Gesamtjahr 2026: 1,2%
  • Hauptgründe: Abschwächung RUS Wirtschaft& Rückgang der Investitionen
  • Sektoral sehr gemischtes Bild, Industriesektor schrumpft weiter
  • Inflation: 5,4% im Mrz-26, Gesamtjahr 2026: 6,4%, Preiskontrollen dämpfen, senken jedoch Investitionsbereitschaft weiter
  • Öffentliche Finanzen: Defizitprognose des IWF (2026: -0,2% des BIP) geringer als Haushaltsgesetz (-1,5% des BIPs), Abhängigkeit von RUS Unterstützung bleibt hoch
  • Externer Sektor: Negative Handelsbilanz führt zu Leistungsbilanzdefizit (-2,7% 2026); dadurch Abwertungsdruck, Reserven decken 3,5 Monate an Importen
  • Handel: Abkopplung von EU, DEU setzt sich fort, wachsende Orientierung Richtung RUS/CHN
Sonderthemen
  • Sanktionen gegen Kalidünger: Nettoverluste von 394 Mio. USD bei den Exporten 2022-24, insb. durch gestiegene Transportkosten. Außerdem: Geringere Zahl an Importeuren und eingeschränkte Transitoptionen schwächen die Verhandlungsposition
  • Auswirkungen des Iran-Konfliktes: Bisher keine spürbaren Auswirkungen zu verzeichnen

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