Wirtschaftsausblick Armenien
Die armenische Wirtschaft wuchs 2025 um beträchtliche 7,2%, zum Vj., wobei Konsum und Investitionen die Haupttreiber waren. Für 2026 erwartet der IWF ein robustes Wachstum von 5,3%. Insgesamt bleiben die Auswirkungen des Iran-Konflikts begrenzt; der Festpreisvertrag für Gas federt einen Großteil des Energiepreisschock ab. Ein weiterer Anstieg der Inflation könnte jedoch das Wachstum dämpfen.
Überblick
- 2025: Hohes Wachstum von 7,2% zum Vj., vor allem durch Konsum und Investitionen getragen
- 2026: Rückgang des Wachstums auf 5,3% zum Vj. (IWF-Prognose). Konsum auf der Nachfragerseite und Dienstleistungen (vor allem IKT) auf der Angebotsseite bleiben Haupttreiber
- Iran-Konflikt: IWF revidierte die BIP-Prognose für 2026 leicht um -0,2 Pp
-Hauptwirkung über höhere Energiepreise und den damit verbundenen Anstieg der Inflation
-Effekt wird deutlich abgeschwächt, da ARM Gas aus RUS zu einem festen Preis importiert - Inflation: Starke Abhängigkeit von Lebensmittelpreisen, die leicht angestiegen sind. IWF-Prognose für 2026 wurde auf 3,6% zum Vj. angehoben(+0,6 Pp). Bisher keine Leitzinsanpassung (6,5% p.a.)
- Dram wertete 2026 leicht auf; Währungsreserven mit 5,9 Mrd. USD (Mai-26) auf Allzeithoch
- Leistungsbilanz: Starker Anstieg 2025 auf -6,7% des BIP.IWF-Prognose für 2026bei -6,0% des BIP (-1,5 Pp). Anpassung jedoch nicht primär wegen des Iran-Konflikts
- Warenhandel weitestgehend unbetroffen vom Iran-Konflikt. Energiepreisschock wird zu höheren Importkosten führen. Verlangsamung der Exporte aufgrund RUS Einfuhrverbotsfür Lebensmittel
- Sowohl das HH-Defizit als auch die Verschuldung steigen. Kein direkter Einfluss des Iran-Konflikts