Wirtschaftsausblick Nordmazedonien
Die Wirtschaft Nordmazedoniens wuchs 2025 um 3,5%, getragen vor allem von Investitionen. Der IWF erwartet für 2026 ein Wachstum von 3,1%, während die enge Verflechtung mit der EU die Konjunktur anfällig für die schwächeren Wachstumsaussichten in Europa macht. Höhere Energiepreise infolge des Iran-Konflikts dürften die Inflation erhöhen und das Handelsdefizit ausweiten.
Überblick
- Die Wirtschaft wuchs im Jahr 2025 um 3,5%, getrieben von Investitionen (Beitrag von 2,4 Pp.)
- IWF prognostiziert für 2026 ein Wachstum von 3.1%, geringe Veränderung trotz Iran-Konflikts (-0,1 Pp.)
- Gesenkte BIP-Prognosen für die EU könnten ein Wachstumshemmnis für MKD sein, da die Wirtschaft von MKD eng mit der EU verflochten ist (76% der Exporte, insb. in der Automobilindustrie)
- Haushaltsdefizit für 2025 beläuft sich auf 3,9% des BIP. Regierung plant für 2026 eine Konsolidierung (3,5%), doch Maßnahmen zur Abfederung des globalen Ölpreisschocks werden Haushalt etwas belasten
- Iran-Konflikt führt zu höheren Energiekosten, was einen deutlichen Anstieg der Inflation zur Folge hat. Neue Prognose für 2026: 4,5% (+1,5 Pp. ggü. Okt-25). Disinflation wird länger dauern als anfangs erwartet
- Das Handelsdefizit dürfte steigen, da der Iran-Konflikt die Kosten für Energieimporte in die Höhe treibt, während die Exporte aufgrund der rückläufigen Wirtschaftstätigkeit in der EU zurückgehen könnten
- FDI-Zuflüsse in 2025: 468 Mio. EUR (2,8% des BIP); deutlich geringer als 2024, aber Eigenkapital FDI höher
Die Rolle der IKT in der Wirtschaftspolitik und bei der Attraktion von FDI
- Arbeitsmarkt. Deutlich geringere Arbeitslosigkeit und deutlich höhere Löhne als vor 10 Jahren
- Auswirkungen auf Wirtschaftspolitik und FDI. Förderung einer höheren Arbeitsproduktivität
- Insbesondere: Digitalisierung öff. Dienstleistungen und Fokus auf die digitale Transformation bei der Attrahierung von FDI