Newsletter Ausgabe 139 | Mai 2020

Covid-19: Harter Einbruch der ukrainischen Wirtschaft

Die Covid-19-Pandemie hat die Weltwirtschaft fest im Griff. Die Ukraine wird diesem globalen Trend leider nicht entkommen. Eine szenariobasierte Analyse des German Economic Team zeigt sowohl die direkten Schocks als auch die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Ukraine. Zu den direkten Schocks gehören die vorübergehende Schließung inländischer Sektoren, Einbrüche der Waren- und Dienstleistungsexporte der Ukraine und ein Rückgang der Einnahmen aus Rücküberweisungen.

In unserem Basisszenario erwarten wir einen Rückgang des ukrainischen BIP um -7% im Jahr 2020. Unser optimistisches Szenario mit milderen Erwartungen hinsichtlich inländischer und externer Schocks ergibt eine Schrumpfung um -5,9%. Das pessimistische Szenario ergibt sogar einen Rückgang um -11,2%. Investitionen fallen am schnellsten, während die Staatsausgaben relativ stabil bleiben. Das Leistungsbilanzdefizit wird unter Kontrolle bleiben, da die Importe stärker fallen als die Exporte. Insgesamt erwarten wir geringere wirtschaftliche Auswirkungen der Pandemie als während der globalen Finanzkrise 2009. Die makro-ökonomische Stabilisierung der Ukraine in den vergangenen Jahren trägt dazu bei, die wirtschaftlichen Auswirkungen zu begrenzen.

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