Newsletter Ausgabe 137 | März 2020

Der ukrainische Außenhandel im Jahr 2019

Der ukrainische Handel ist 2019 weiter gewachsen. Sowohl Exporte als auch Importe stiegen um 6%. Das Handelsdefizit betrug 11 Mrd. USD. Das entspricht 7,1% des BIP; weniger als im Vorjahr. Gründe hierfür waren das Wirtschaftswachstum und die Aufwertung der Hryvnia.

Die EU blieb mit einem Anteil von 41% am gesamten Warenverkehr der wichtigste Handelspartner. China wurde im Jahr 2019 zum ersten Mal zweitwichtigster Handelspartner mit einem Anteil von 12% und überholte damit Russland, dessen Anteil mit 9% das niedrigste Niveau in der Geschichte des bilateralen Handels dieser beiden Länder erreichte. Beim Rückgang spielten die gegenseitigen Handelsbeschränkungen eine wichtige Rolle.

Bei den Exporten trug die starke Ausweitung der Getreidelieferungen, insbesondere auf die asiatischen und nordafrikanischen Märkte, dazu bei, die negativen Entwicklungen im globalen Stahlhandel, der unter den Handelsbeschränkungen und dem Rückgang der globalen Preise leidet, auszugleichen.

Niedrigere Energiepreise, auch für Gas, trugen zur Verlangsamung der Importe bei, trotz der signifikanten Binnennachfrage nach Maschinen und Ausrüstungen, die durch die Ausweitung der Inlandsinvestitionen unterstützt wurde.

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