Newsletter Ausgabe 132 | Oktober 2019

Neue Handelsbarrieren für Stahl: Geringer Einfluss auf die Ukraine

Als Antwort auf die 2018 von den USA verhängten zusätzlichen Zölle i.H.v. 25% auf ausgewählte Stahlimporte, haben die EU und andere Länder ihrerseits zu Schutzmaßnahmen gegriffen. Insbesondere die Maßnahmen der USA und der EU sind für die Ukraine von Bedeutung: Während die EU mit 38% den Hauptabsatzmarkt für ukrainische Stahlprodukte darstellt, sind die USA mit einem Anteil von 8% der drittwichtigste Markt. Stahl bleibt für die Ukraine ein wichtiges Exportgut, das 2018 23% der Gesamtexporte ausmachte.

Die US-Maßnahmen – ein zusätzlicher Importzoll von 25% auf Importe ausgewählter Warenkategorien – verringern die ukrainischen Stahlausfuhren in die USA im Jahr 2019 um lediglich 78 Mio. EUR. Die EU-Maßnahmen werden zu einer Reduktion der ukrainischen Exporte um 227 Mio. USD führen, obgleich die Zölle erst nach Erreichen der Zollkontingente anfallen. Die Maßnahmen der EU spielen für die Ukraine aufgrund der Bedeutung des EU-Marktes eine größere Rolle. Insgesamt gehen die ukrainischen Stahlimporte durch diese Maßnahmen um weniger als 3% zurück. Daher hält sich der Gesamteffekt von Handelsbarrieren auf die Ukraine – obgleich eindeutig negativ – in Grenzen.

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