Newsletter

Newsletter Ausgabe 137 | März 2020

Der ukrainische Außenhandel im Jahr 2019

Der ukrainische Handel ist 2019 weiter gewachsen. Sowohl Exporte als auch Importe stiegen um 6%. Das Handelsdefizit betrug 11 Mrd. USD. Das entspricht 7,1% des BIP; weniger als im Vorjahr. Gründe hierfür waren das Wirtschaftswachstum und die Aufwertung der Hryvnia.

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Newsletter Ausgabe 136 | Februar 2020

Wirtschaft der Ukraine in guter Verfassung

Die Wirtschaft der Ukraine präsentierte sich 2019 in einer überaus stabilen Verfassung. Das Wachstum betrug 3,5%, getrieben von der trotz des Doppelwahljahres starken Binnennachfrage. Aufgrund des starken Zuflusses von ausländischem Kapital in den heimischen Anleihemarkt erlebte die Hryvnia eine Aufwertung von 16% im Vergleich zum US-Dollar. Die Inflation erreichte mit 4,1% den Zielkorridor der Nationalbank, was ein graduelles Absenken des Leitzinses erlaubt. Sowohl das Leistungsbilanzdefizit als auch das Haushaltsdefizit sind mit ca. 3% bzw. 2% des BIP stabil und unter Kontrolle.

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Newsletter Ausgabe 135 | Januar 2020

Das neue russisch-ukrainische Gasabkommen

Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über den Gastransit wurden letztendlich erfolgreich abgeschlossen: Durch eine ganze Reihe von Vereinbarungen wurde festgelegt, dass russisches Gas für die nächsten fünf Jahre im Umfang von ungefähr der Hälfte der durchschnittlichen Liefermengen der letzten fünf Jahre durch die Ukraine transportiert werden kann. Verschiedene Faktoren hatten diese Vereinbarung ermöglicht: Der erfolgreiche Entflechtungsprozess bei Naftogaz in einem Rennen gegen die Zeit, der Fokus der Ukraine auf kurzfristige Gewinne und der russische Wille, sich dem Urteil des Stockholmer Schiedsgerichts zu beugen. Angesichts der Sanktionen der USA gegen Nord Stream 2 entstanden in Russland Zweifel bezüglich der Öffnung dieser Alternativroute. Vielmehr sah sich das Land zu einem deutlich längerfristigen und umfangreicheren Abkommen mit der Ukraine gezwungen als ursprünglich beabsichtigt. Zwei weitere Fragen bleiben noch offen: Mögliche Direktlieferungen von Gazprom an die Ukraine und das Schicksal der Yamal-Europa Transitpipeline.

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Newsletter Ausgabe 134 | Dezember 2019

Arbeitsmigration aus der Ukraine – Fluch oder Segen?

Seit 2014 hat sich die Struktur der Arbeitsmigration aus der Ukraine tiefgreifend verändert. Das Ziel der Migrationsbewegungen hat sich von Ost nach West verlagert; insgesamt hat sich die Migration verstärkt. Wir schätzen die Anzahl der Arbeitsmigranten aus der Ukraine zu Beginn 2017 auf mindestens 2 Millionen. Von diesen befanden sich mindestens 500.000 in Polen. Diese Zahl stieg während 2017 und 2018 weiter um ca. 200.000 pro Jahr. Die Rücküberweisungen (Remittances) von Migranten in die Ukraine betrugen 2018 ca. 11 Mrd. USD, ca. 8% des BIP.

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Newsletter Ausgabe 133 | November 2019

Das neue Regierungsprogramm: Der Weg ist das Ziel

Vor Kurzem hat die ukrainische Regierung ihr Aktionsprogramm für die kommenden 5 Jahre veröffentlicht, in dem Prioritäten sowohl für den wirtschaftlichen als auch den sozialen Bereich festgelegt werden. Einige Ziele, wie z. B. die Attrahierung von FDI von 50 Mrd. USD oder ein Länderrating von „A-“, scheinen (über-)ambitioniert. Andere Ziele hingegen, wie z. B. der Rückgang der Staatsverschuldung als Anteil am BIP oder die Verschuldung mehr hin zur Lokalwährung zu verschieben, klingen durchaus realistisch. Positiv ist auch der konservative Ansatz bei der Budgetplanung. Unabhängig davon, ob alle Ziele erreicht werden können, sollte der Fokus auf der Umsetzung der wichtigen Reformen liegen, auf die sich das Programm stützt.

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Newsletter Ausgabe 132 | Oktober 2019

Neue Handelsbarrieren für Stahl: Geringer Einfluss auf die Ukraine

Als Antwort auf die 2018 von den USA verhängten zusätzlichen Zölle i.H.v. 25% auf ausgewählte Stahlimporte, haben die EU und andere Länder ihrerseits zu Schutzmaßnahmen gegriffen. Insbesondere die Maßnahmen der USA und der EU sind für die Ukraine von Bedeutung: Während die EU mit 38% den Hauptabsatzmarkt für ukrainische Stahlprodukte darstellt, sind die USA mit einem Anteil von 8% der drittwichtigste Markt. Stahl bleibt für die Ukraine ein wichtiges Exportgut, das 2018 23% der Gesamtexporte ausmachte.

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Newsletter Ausgabe 131 | September 2019

Erholung des Bankensektors setzt sich fort, aber Risiken bleiben

Den ukrainischen Banken geht es in den letzten Jahren deutlich besser. Noch 2016 hatte der Bankensektor (nach der Verstaatlichung der PrivatBank, der größten Bank des Landes) mit UAH 160,5 Mrd. einen Rekordverlust verzeichnet, in den ersten acht Monaten 2019 steht dem nun ein Gewinn von UAH 44 Mrd. gegenüber, was auch auf die Trendwende bei der PrivatBank zurückzuführen ist.

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