Publikationen

Newsletter Ausgabe 136 | Februar 2020

Wirtschaft der Ukraine in guter Verfassung

Die Wirtschaft der Ukraine präsentierte sich 2019 in einer überaus stabilen Verfassung. Das Wachstum betrug 3,5%, getrieben von der trotz des Doppelwahljahres starken Binnennachfrage. Aufgrund des starken Zuflusses von ausländischem Kapital in den heimischen Anleihemarkt erlebte die Hryvnia eine Aufwertung von 16% im Vergleich zum US-Dollar. Die Inflation erreichte mit 4,1% den Zielkorridor der Nationalbank, was ein graduelles Absenken des Leitzinses erlaubt. Sowohl das Leistungsbilanzdefizit als auch das Haushaltsdefizit sind mit ca. 3% bzw. 2% des BIP stabil und unter Kontrolle.

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Newsletter Ausgabe 135 | Januar 2020

Das neue russisch-ukrainische Gasabkommen

Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über den Gastransit wurden letztendlich erfolgreich abgeschlossen: Durch eine ganze Reihe von Vereinbarungen wurde festgelegt, dass russisches Gas für die nächsten fünf Jahre im Umfang von ungefähr der Hälfte der durchschnittlichen Liefermengen der letzten fünf Jahre durch die Ukraine transportiert werden kann. Verschiedene Faktoren hatten diese Vereinbarung ermöglicht: Der erfolgreiche Entflechtungsprozess bei Naftogaz in einem Rennen gegen die Zeit, der Fokus der Ukraine auf kurzfristige Gewinne und der russische Wille, sich dem Urteil des Stockholmer Schiedsgerichts zu beugen. Angesichts der Sanktionen der USA gegen Nord Stream 2 entstanden in Russland Zweifel bezüglich der Öffnung dieser Alternativroute. Vielmehr sah sich das Land zu einem deutlich längerfristigen und umfangreicheren Abkommen mit der Ukraine gezwungen als ursprünglich beabsichtigt. Zwei weitere Fragen bleiben noch offen: Mögliche Direktlieferungen von Gazprom an die Ukraine und das Schicksal der Yamal-Europa Transitpipeline.

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Wirtschaftsausblick Ausgabe 11 | Januar 2020

Themen:

  • Migration. Zunehmende Migration stützt Wachstum der Reallöhne
  • Aktionsprogramm der Regierung. Ambitioniertes wirtschaftspolitisches Programm setzt tiefgreifende Reformen voraus
  • IWF-Programm. Neue Vereinbarung positiv zu bewerten, unterstützt Reformkurs
  • Reformvorschläge der deutschen Wirtschaft. Aktualisierung unserer Investitionsstudie zeigt Fortschritte bei der Verbesserung des Investitionsklimas
  • Abkommen zum Gastransit. Neue Vereinbarung zwischen Naftogaz und Gazprom zum Gastransit ist positiv zu bewerten
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Newsletter Ausgabe 134 | Dezember 2019

Arbeitsmigration aus der Ukraine – Fluch oder Segen?

Seit 2014 hat sich die Struktur der Arbeitsmigration aus der Ukraine tiefgreifend verändert. Das Ziel der Migrationsbewegungen hat sich von Ost nach West verlagert; insgesamt hat sich die Migration verstärkt. Wir schätzen die Anzahl der Arbeitsmigranten aus der Ukraine zu Beginn 2017 auf mindestens 2 Millionen. Von diesen befanden sich mindestens 500.000 in Polen. Diese Zahl stieg während 2017 und 2018 weiter um ca. 200.000 pro Jahr. Die Rücküberweisungen (Remittances) von Migranten in die Ukraine betrugen 2018 ca. 11 Mrd. USD, ca. 8% des BIP.

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Newsletter Ausgabe 133 | November 2019

Das neue Regierungsprogramm: Der Weg ist das Ziel

Vor Kurzem hat die ukrainische Regierung ihr Aktionsprogramm für die kommenden 5 Jahre veröffentlicht, in dem Prioritäten sowohl für den wirtschaftlichen als auch den sozialen Bereich festgelegt werden. Einige Ziele, wie z. B. die Attrahierung von FDI von 50 Mrd. USD oder ein Länderrating von „A-“, scheinen (über-)ambitioniert. Andere Ziele hingegen, wie z. B. der Rückgang der Staatsverschuldung als Anteil am BIP oder die Verschuldung mehr hin zur Lokalwährung zu verschieben, klingen durchaus realistisch. Positiv ist auch der konservative Ansatz bei der Budgetplanung. Unabhängig davon, ob alle Ziele erreicht werden können, sollte der Fokus auf der Umsetzung der wichtigen Reformen liegen, auf die sich das Programm stützt.

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Newsletter Ausgabe 132 | Oktober 2019

Neue Handelsbarrieren für Stahl: Geringer Einfluss auf die Ukraine

Als Antwort auf die 2018 von den USA verhängten zusätzlichen Zölle i.H.v. 25% auf ausgewählte Stahlimporte, haben die EU und andere Länder ihrerseits zu Schutzmaßnahmen gegriffen. Insbesondere die Maßnahmen der USA und der EU sind für die Ukraine von Bedeutung: Während die EU mit 38% den Hauptabsatzmarkt für ukrainische Stahlprodukte darstellt, sind die USA mit einem Anteil von 8% der drittwichtigste Markt. Stahl bleibt für die Ukraine ein wichtiges Exportgut, das 2018 23% der Gesamtexporte ausmachte.

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Wirtschaftsausblick Ausgabe 10 | August 2019

Themen:

  • Präsidentschafts- und Parlamentswahlen: Absolute Mehrheit im Parlament für den neuen Präsidenten W. Selenskyj
  • Bankensektor: Deutliche Verbesserung der finanziellen Lage; Reformen bei staatlichen Banken
  • DCFTA mit der EU: Sehr positive Auswirkungen auf die ukrainischen Exporte in die EU
  • Handelshemmnisse auf dem internationalen Stahlmarkt: Bisher geringe Auswirkungen auf die ukrainischen Stahlexporte, allerdings verbleiben Risiken
  • Strommarktöffnung: Bisherige Entwicklung lässt auf Ausübung von Marktmacht und mangelnden Wettbewerb schließen
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Policy Paper 03/2019

Modern Monetary Theory: Background and implications for emerging markets

Modern Monetary Theory (MMT) is an increasingly debated economic concept. While mainly brought into the current public discussion by politicians in the US, the concept does have some hetherodox theoretical foundations, which date back to the beginning of the 20th century.

The theory claims that budget deficits can be financed by the central bank creating thereby fiscal space, whereby the monetisation of debt is not an issue of concern, as long it does not lead to high inflation. In the current discussion, the proponents foresee the potential for a massive increase in public investments (be it for a “New Green Deal” or a “Job Guarantee Programme”), essentially without creating any harm, as inflation and interest rates are considered to be at very low levels for a very long time in developed markets.

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Policy Paper 02/2019

Reforming the law “On Prices” in Ukraine: Analysis and recommendations

Price controls describe all regulations directly regulating the price setting by the suppliers of goods and services on markets. They usually take the form of either direct setting of prices (or maximum/minimum thresholds) by government or of limits on the profitability margin or cost markups of goods. They form a part of a wider toolkit for governments to affect market outcomes, including competition policy, producer or product standards, direct market interventions by the state, taxes, subsidies and social transfers.

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Policy Paper 01/2019

Central Bank Digital Currencies: A Survey of the Key Issues

Central bank digital currency (CBDC) is currently a hot topic, discussed in a significant number of central banks as well as in academic circles. As can be expected, there is no clear-cut definition of CBDC. Rather, there are different variants of CBDC being in discussion with mainly one feature in common: It is digital money issued by the central bank. For the purpose of this paper, we focus on CBDC on an account basis that is available for the general public. Thus, in this paper, CBDC is synonym for digital money deposited at the central bank, with every adult being entitled to hold such an account, without any limit to swap deposits against CBDC.

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