Publikationen

Newsletter Ausgabe 140 | Juni 2020

Landmarkt: Wie viel Licht sehen wir am Ende des Tunnels?

Im März 2020 unternahm das ukrainische Parlament einen revolutionären Schritt und beendete das 20-jährige Moratorium für den Verkauf landwirtschaftlicher Flächen. Das Gesetz über den Verkauf landwirtschaftlicher Flächen (552-IX) wurde endlich verabschiedet. Die Ukraine hat damit die Landreform, mit der Landflächen der Sowjetära in echtes Privateigentum mit allen entsprechenden Rechten umgewandelt wurden, abgeschlossen. Trotz der Bedeutung dieses Schrittes hören wir immer wieder Stimmen, dass das verabschiedete Gesetz keine positiven Effekte bringen wird. Um solche Äußerungen beurteilen zu können, diskutieren wir die wichtigsten Punkte des Gesetzes, die Gewinne und Verluste für die wichtigsten Interessensgruppen und die noch notwendigen Schritte hin zur Ausschöpfung des vollen Potenzials des Bodenmarkts als Motor für nachhaltiges Wachstum.

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Wirtschaftsausblick Ausgabe 12 | Juni 2020

Überblick

  • BIP: Durch Corona wird ein BIP-Rückgang von 7% für 2020 erwartet; 2021 wird das BIP nur um 1,1% steigen
  • Durch signifikante Fortschritte bei der makroökonomischen Stabilität während der letzten Jahre ist die Ukraine auf diese Krise deutlich besser vorbereitet als in der Vergangenheit
  • Ein flexibler Wechselkurs absorbiert negative Schocks und bewahrt internationale Reserven (Juni: 25,4 Mrd. USD)
  • Die Leistungsbilanz wird 2020 fast ausgeglichen sein (-0,3% des BIP), da Importe stärker sinken als Exporte
  • Die sehr geringe Inflation (Mai: 1,7%) erlaubt es der NBU, die Wirtschaft durch Zinssenkungen zu unterstützen
  • Öffentliche Finanzen: Nach Jahren moderater Haushaltsdefizite wird das Defizit 2020 als Folge der Krise auf 7,5% des BIP steigen
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Newsletter Ausgabe 139 | Mai 2020

Covid-19: Harter Einbruch der ukrainischen Wirtschaft

Die Covid-19-Pandemie hat die Weltwirtschaft fest im Griff. Die Ukraine wird diesem globalen Trend leider nicht entkommen. Eine szenariobasierte Analyse des German Economic Team zeigt sowohl die direkten Schocks als auch die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Ukraine. Zu den direkten Schocks gehören die vorübergehende Schließung inländischer Sektoren, Einbrüche der Waren- und Dienstleistungsexporte der Ukraine und ein Rückgang der Einnahmen aus Rücküberweisungen.

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Newsletter Ausgabe 138 | April 2020

Warum ein IWF-Programm dringend notwendig ist

Im Dezember 2019 erzielte die Ukraine mit dem IWF eine Vereinbarung auf Arbeitsebene („Staff Level Agreement“) über eine dreijährige erweiterte Fondsfazilität („extended fund facility, EFF“). Die Vereinbarung sollte zu einem Programm in Höhe von 5,5 Mrd. USD führen, was an die Erfüllung einer Reihe von Vorbedingungen („prior actions“) geknüpft war. Ungeachtet der recht günstigen makroökonomischen Entwicklung im letzten Jahr wurde das IWF-Programm als ein wichtiges Instrument zur Verankerung von Strukturreformen, sowie zur Mobilisierung weiterer Unterstützung durch EU und Weltbank gesehen.

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Newsletter Ausgabe 137 | März 2020

Der ukrainische Außenhandel im Jahr 2019

Der ukrainische Handel ist 2019 weiter gewachsen. Sowohl Exporte als auch Importe stiegen um 6%. Das Handelsdefizit betrug 11 Mrd. USD. Das entspricht 7,1% des BIP; weniger als im Vorjahr. Gründe hierfür waren das Wirtschaftswachstum und die Aufwertung der Hryvnia.

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Newsletter Ausgabe 136 | Februar 2020

Wirtschaft der Ukraine in guter Verfassung

Die Wirtschaft der Ukraine präsentierte sich 2019 in einer überaus stabilen Verfassung. Das Wachstum betrug 3,5%, getrieben von der trotz des Doppelwahljahres starken Binnennachfrage. Aufgrund des starken Zuflusses von ausländischem Kapital in den heimischen Anleihemarkt erlebte die Hryvnia eine Aufwertung von 16% im Vergleich zum US-Dollar. Die Inflation erreichte mit 4,1% den Zielkorridor der Nationalbank, was ein graduelles Absenken des Leitzinses erlaubt. Sowohl das Leistungsbilanzdefizit als auch das Haushaltsdefizit sind mit ca. 3% bzw. 2% des BIP stabil und unter Kontrolle.

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Newsletter Ausgabe 135 | Januar 2020

Das neue russisch-ukrainische Gasabkommen

Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über den Gastransit wurden letztendlich erfolgreich abgeschlossen: Durch eine ganze Reihe von Vereinbarungen wurde festgelegt, dass russisches Gas für die nächsten fünf Jahre im Umfang von ungefähr der Hälfte der durchschnittlichen Liefermengen der letzten fünf Jahre durch die Ukraine transportiert werden kann. Verschiedene Faktoren hatten diese Vereinbarung ermöglicht: Der erfolgreiche Entflechtungsprozess bei Naftogaz in einem Rennen gegen die Zeit, der Fokus der Ukraine auf kurzfristige Gewinne und der russische Wille, sich dem Urteil des Stockholmer Schiedsgerichts zu beugen. Angesichts der Sanktionen der USA gegen Nord Stream 2 entstanden in Russland Zweifel bezüglich der Öffnung dieser Alternativroute. Vielmehr sah sich das Land zu einem deutlich längerfristigen und umfangreicheren Abkommen mit der Ukraine gezwungen als ursprünglich beabsichtigt. Zwei weitere Fragen bleiben noch offen: Mögliche Direktlieferungen von Gazprom an die Ukraine und das Schicksal der Yamal-Europa Transitpipeline.

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Wirtschaftsausblick Ausgabe 11 | Januar 2020

Themen:

  • Migration. Zunehmende Migration stützt Wachstum der Reallöhne
  • Aktionsprogramm der Regierung. Ambitioniertes wirtschaftspolitisches Programm setzt tiefgreifende Reformen voraus
  • IWF-Programm. Neue Vereinbarung positiv zu bewerten, unterstützt Reformkurs
  • Reformvorschläge der deutschen Wirtschaft. Aktualisierung unserer Investitionsstudie zeigt Fortschritte bei der Verbesserung des Investitionsklimas
  • Abkommen zum Gastransit. Neue Vereinbarung zwischen Naftogaz und Gazprom zum Gastransit ist positiv zu bewerten
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Newsletter Ausgabe 134 | Dezember 2019

Arbeitsmigration aus der Ukraine – Fluch oder Segen?

Seit 2014 hat sich die Struktur der Arbeitsmigration aus der Ukraine tiefgreifend verändert. Das Ziel der Migrationsbewegungen hat sich von Ost nach West verlagert; insgesamt hat sich die Migration verstärkt. Wir schätzen die Anzahl der Arbeitsmigranten aus der Ukraine zu Beginn 2017 auf mindestens 2 Millionen. Von diesen befanden sich mindestens 500.000 in Polen. Diese Zahl stieg während 2017 und 2018 weiter um ca. 200.000 pro Jahr. Die Rücküberweisungen (Remittances) von Migranten in die Ukraine betrugen 2018 ca. 11 Mrd. USD, ca. 8% des BIP.

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Newsletter Ausgabe 133 | November 2019

Das neue Regierungsprogramm: Der Weg ist das Ziel

Vor Kurzem hat die ukrainische Regierung ihr Aktionsprogramm für die kommenden 5 Jahre veröffentlicht, in dem Prioritäten sowohl für den wirtschaftlichen als auch den sozialen Bereich festgelegt werden. Einige Ziele, wie z. B. die Attrahierung von FDI von 50 Mrd. USD oder ein Länderrating von „A-“, scheinen (über-)ambitioniert. Andere Ziele hingegen, wie z. B. der Rückgang der Staatsverschuldung als Anteil am BIP oder die Verschuldung mehr hin zur Lokalwährung zu verschieben, klingen durchaus realistisch. Positiv ist auch der konservative Ansatz bei der Budgetplanung. Unabhängig davon, ob alle Ziele erreicht werden können, sollte der Fokus auf der Umsetzung der wichtigen Reformen liegen, auf die sich das Programm stützt.

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Newsletter Ausgabe 132 | Oktober 2019

Neue Handelsbarrieren für Stahl: Geringer Einfluss auf die Ukraine

Als Antwort auf die 2018 von den USA verhängten zusätzlichen Zölle i.H.v. 25% auf ausgewählte Stahlimporte, haben die EU und andere Länder ihrerseits zu Schutzmaßnahmen gegriffen. Insbesondere die Maßnahmen der USA und der EU sind für die Ukraine von Bedeutung: Während die EU mit 38% den Hauptabsatzmarkt für ukrainische Stahlprodukte darstellt, sind die USA mit einem Anteil von 8% der drittwichtigste Markt. Stahl bleibt für die Ukraine ein wichtiges Exportgut, das 2018 23% der Gesamtexporte ausmachte.

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Newsletter Ausgabe 131 | September 2019

Erholung des Bankensektors setzt sich fort, aber Risiken bleiben

Den ukrainischen Banken geht es in den letzten Jahren deutlich besser. Noch 2016 hatte der Bankensektor (nach der Verstaatlichung der PrivatBank, der größten Bank des Landes) mit UAH 160,5 Mrd. einen Rekordverlust verzeichnet, in den ersten acht Monaten 2019 steht dem nun ein Gewinn von UAH 44 Mrd. gegenüber, was auch auf die Trendwende bei der PrivatBank zurückzuführen ist.

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Wirtschaftsausblick Ausgabe 10 | August 2019

Themen:

  • Präsidentschafts- und Parlamentswahlen: Absolute Mehrheit im Parlament für den neuen Präsidenten W. Selenskyj
  • Bankensektor: Deutliche Verbesserung der finanziellen Lage; Reformen bei staatlichen Banken
  • DCFTA mit der EU: Sehr positive Auswirkungen auf die ukrainischen Exporte in die EU
  • Handelshemmnisse auf dem internationalen Stahlmarkt: Bisher geringe Auswirkungen auf die ukrainischen Stahlexporte, allerdings verbleiben Risiken
  • Strommarktöffnung: Bisherige Entwicklung lässt auf Ausübung von Marktmacht und mangelnden Wettbewerb schließen
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Policy Paper 03/2019

Modern Monetary Theory: Background and implications for emerging markets

Modern Monetary Theory (MMT) is an increasingly debated economic concept. While mainly brought into the current public discussion by politicians in the US, the concept does have some hetherodox theoretical foundations, which date back to the beginning of the 20th century.

The theory claims that budget deficits can be financed by the central bank creating thereby fiscal space, whereby the monetisation of debt is not an issue of concern, as long it does not lead to high inflation. In the current discussion, the proponents foresee the potential for a massive increase in public investments (be it for a “New Green Deal” or a “Job Guarantee Programme”), essentially without creating any harm, as inflation and interest rates are considered to be at very low levels for a very long time in developed markets.

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Policy Paper 02/2019

Reforming the law “On Prices” in Ukraine: Analysis and recommendations

Price controls describe all regulations directly regulating the price setting by the suppliers of goods and services on markets. They usually take the form of either direct setting of prices (or maximum/minimum thresholds) by government or of limits on the profitability margin or cost markups of goods. They form a part of a wider toolkit for governments to affect market outcomes, including competition policy, producer or product standards, direct market interventions by the state, taxes, subsidies and social transfers.

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Policy Paper 01/2019

Central Bank Digital Currencies: A Survey of the Key Issues

Central bank digital currency (CBDC) is currently a hot topic, discussed in a significant number of central banks as well as in academic circles. As can be expected, there is no clear-cut definition of CBDC. Rather, there are different variants of CBDC being in discussion with mainly one feature in common: It is digital money issued by the central bank. For the purpose of this paper, we focus on CBDC on an account basis that is available for the general public. Thus, in this paper, CBDC is synonym for digital money deposited at the central bank, with every adult being entitled to hold such an account, without any limit to swap deposits against CBDC.

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Wirtschaftsausblick Ausgabe 9 | Januar 2019

Themen

  • Dezentralisierungsreform. Breit angelegte Reform der öffentlichen Verwaltung zeigt bereits wichtige Erfolge, ist aber noch nicht abgeschlossen
  • Reformvorschläge zum Investitionsklima. Deutsche Beratergruppe und Deutsch-Ukrainische Außenhandelskammer präsentieren 28 Vorschläge zur Verbesserung des Investitionsklimas
  • Förderung der Erneuerbaren Energien. Aktuelle Reform ist guter und notwendiger Schritt hin zu wettbewerbsorientierter Förderung, allerdings verbleiben Risiken
  • Reform des Strommarktes. Einführung eines liberalisierten Strommarktes in Einklang mit dem 3. Energiepaket der EU ist zu begrüßen; das zukünftige Marktumfeld jedoch kritisch zu sehen
  • IWF-Programm. Neues Programm sehr positiv zu bewerten, wichtiger Anker im Wahljahr 2019
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Wirtschaftsausblick Ausgabe 8 | Juni 2018

Themen

  • Bedeutung von FDI für die ukrainische Wirtschaft. Ausländische Unternehmen machen weniger als 5% der gesamten Unternehmen aus, erwirtschaften aber 35% der Wirtschaftsleistung
  • Schiedsspruch im Gasstreit. Gazprom muss nach dem Stockholmer Urteil 2,56 Mrd. USD an Naftogaz zahlen, was bisher aber nicht passiert ist
  • Wirtschaftliche Auswirkungen der „Krim-Brücke“. Die neue Brücke zur Krim sorgt für gewisse Behinderungen im Seehandel der Ukraine
  • Beitritt zur EU-Zollunion. Aus wirtschaftlicher Sicht problematisch; Fokus sollte auf der Implementierung des DCFTA liegen
  • IWF-Programm. Keine Klarheit bezüglich der nächsten Tranche im Programm, welches 2019 endet
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Wirtschaftsausblick Ausgabe 7 | Februar 2018

Themen

  • Fiskaleffekte einer Unternehmenssteuerreform. Kurzfristige Einnahmeausfälle in Höhe von 1,2% – 1,5% des BIP zu erwarten; solide Haushaltsplanung und Gegenfinanzierung erforderlich
  • Reformbilanz seit 2014 und neueste Entwicklungen. Richtung stimmt, aber zu langsames Tempo; aktuelle Entwicklungen vor dem Wahljahr 2019 stimmen aber bedenklich
  • Lage im Bankensektor. Kreditwachstum leicht positiv, aber gebremst durch hohen Anteil notleidender Kredite
  • Autonome EU-Handelsmaßnahmen. Positive, aber moderate Wirkung der Handelserleichterungen
  • IWF-Programm. Wichtige Reformschritte müssen umgesetzt werden, bevor eine weitere Tranche gezahlt werden kann
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Wirtschaftsausblick Ausgabe 6 | Juni 2017

Themen

  • Fortsetzung des IWF-Programms. Wichtige Reformen sind für die nächste Tranche umzusetzen
  • Auswirkung der Handelsblockade im Donbass. Negativer BIP-Effekt von -1.3%
  • Mögliche Reform der Unternehmensbesteuerung. Fiskalische Risiken überwiegen möglichen Nutzen
  • Neues Strommarktgesetz. Festschreibung sehr hoher Einspeisetarife, die zu politisch nicht tragbaren Förderkosten führen können
  • Mindestlohn. Verdoppelung des Mindestlohns bisher ohne negative Beschäftigungswirkungen
  • DCFTA-Implementierung. Umsetzung vollzieht sich nach Plan, teilweise sogar schneller
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