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Ukraine: Trotz politischer Risiken bleiben Wirtschaft und Finanzmärkte (noch) gelassen

Während die geopolitischen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine die internationalen Nachrichten dominieren, sind die Auswirkungen auf die ukrainische Wirtschaft bisher relativ überschaubar.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat hierzu eine Reihe deutscher und österreichischer Wirtschaftsvertreter zu ihrer Einschätzung der Lage befragt, darunter Robert Kirchner, stellvertretender Leiter des German Economic Team. Kirchner sieht bisher keine gravierenden Auswirkungen der geopolitischen Spannungen auf die wirtschaftliche Situation. Weder sei eine Flucht in den Dollar festzustellen, noch käme es in der Ukraine zu Hamsterkäufen. Das German Economic Team erwartet dieses Jahr ein Wachstum von 3,3 Prozent für 2022, falls sich die geopolitischen Spannungen nicht verstärken (siehe Prognose des German Economic Teams).

An den Finanzmärkten, für die der Konflikt lange Zeit keine wesentliche Rolle spielte, stieg der Risikozuschlag für ukrainische Staatsanleihen zuletzt allerdings deutlich. Dennoch steht nicht zu erwarten, dass die ukrainische Regierung in finanzielle Schwierigkeiten gerate. Zum einen kann die Ukraine immer noch auf Mittel aus dem laufenden IWF-Programm zurückgreifen, zum anderen gibt es auch finanzielle Hilfen von der EU. Somit ist die makrofinanzielle Stabilität des Landes erst einmal gesichert – allerdings könne sich das im Fortgang des Konflikts noch ändern, so Kirchner.

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