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Sebastian Staske

Rückkehr auf den Wachstumspfad nach Krisenjahr

Nach dem durch die Corona-Pandemie verursachten Wirtschaftseinbruch im letzten Jahr erholt sich die georgische Wirtschaft in diesem Jahr. Haupttriebfeder des Wachstums ist der Konsum.

  • Georgien
NL 41 | Juli-August 2021
Makroökonomische Analysen und Prognosen

Nach dem Wirtschaftsrückgang im letzten Jahr kehrt Georgien auf den Wachstumspfad zurück. Die Wirtschaft soll dieses Jahr, hauptsächlich getrieben durch Konsumausgaben, um 3,5% steigen. Der Lari hat sich nach hoher Volatilität und einer Abwertung um 14% ggü. dem US-Dollar im letzten Jahr aktuell bei ca. 3,30 GEL/USD stabilisiert. Die Nationalbank (NBG) setzt ihre Interventionen auf dem Devisenmarkt fort und hat den Leitzins auf 9,5% erhöht, um steigenden Inflationserwartungen vorzubeugen. Das Haushaltsdefizit schrumpft nur leicht auf 7,4% des BIP, auch durch die Weiterführung von Konjunkturprogrammen. Das IWF-Programm wurde kürzlich abgeschlossen, ein Folgeprogramm ist noch in Diskussion. Die erfolgreiche Platzierung eines Eurobonds (500 Mio. USD) belegt das Vertrauen von Investoren. Das Leistungsbilanzdefizit (10,9% des BIP) wird durch den schwachen Tourismus getrieben. Mit dem Abklingen der Krise wird eine Normalisierung mit einem Wirtschaftswachstum von 5,8% für 2022 erwartet.

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