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Dr Ricardo Giucci, Woldemar Walter

Geldpolitische Normalisierung und ihre Wirkung auf Moldau

Als Reaktion auf die internationale Finanzkrise 2007/2008 haben die Zentralbanken der führenden Wirtschaftsnationen radikale Maßnahmen ergriffen und ihre Leitzinsen auf ein beispiellos niedriges Niveau gesenkt.

  • Moldau
NL 49 | September – Oktober 2018
Finanzmärkte

Diese ultralockere Geldpolitik hat inzwischen ihre Ziele erreicht und führt aktuell zu einem erheblichen Risiko von Preisblasen bei Vermögenstiteln. Führende Zentralbanken haben deshalb begonnen, ihre Geldpolitik zu normalisieren.
Diese Normalisierung wirkt sich negativ auf Schwellenländer wie Argentinien und die Türkei aus. Bisher ist aber keine Wirkung auf Moldau beobachtbar. Dafür gibt es zwei Hauptgründe. Erstens hat Moldau eine geringe kurzfristige Auslandsverschuldung; es gibt praktisch kein „hot money“ im Land. Zweitens war die makroökonomische Politik in den letzten zwei Jahren sehr umsichtig.
Trotz der bisher fehlenden Wirkung ist eine gewisse Vorsicht geboten. Wir empfehlen eine Fortsetzung des Aufbaus von Devisenreserven und der umsichtigen Fiskalpolitik.

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