Newsletter

Newsletter Ausgabe 59 | Mai – Juni 2020

Der Bankensektor in Moldau im Zuge der Coronakrise

In den Jahren 2014/2015 erlebte das Bankenwesen Moldaus infolge des Bankenbetrugs- und Geldwäscheskandals einen tiefen Schock. Der Staat sah sich gezwungen, die drei beteiligten moldauischen Großbanken mit ca. 1 Mrd. USD zu rekapitalisieren und umfangreiche Reformen durchzuführen. Heute – fünf Jahre später – zeigt sich das moldauische Bankenwesen gestärkt und das Vertrauen inländischer Kunden, internationaler Finanzinstitute und ausländischer Korrespondenzbanken ist zurückgekehrt. West- und osteuropäische Aktionäre haben in dieser Phase in die vier führenden Banken des Landes investiert. Im Vergleich zu 2014/2015 verzeichnet der moldauische Bankensektor in allen wichtigen Bereichen wie Kapitaladäquanz, Ertragslage, Liquidität, NPL-Quote und Kreditwachstum Fortschritte. Angesichts der zu erwartenden Auswirkungen der Coronakrise präsentiert sich der Bankensektor damit in recht guter Verfassung.

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Newsletter Ausgabe 58 | März – April 2020

Coronakrise: Doppelschock für Moldaus Wirtschaft

Angesichts der durch das Corona-Virus verursachten globalen Pandemie war die Regierung Moldaus gezwungen, strikte Eindämmungsmaßnahmen zu ergreifen, um eine Krise des Gesundheitssektors abzuwenden. Dies scheint zwar gelungen, es zeichnet sich aber ab, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise dramatisch sind.

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Newsletter Ausgabe 57 | Januar – Februar 2020

Robustes Wachstum in 2019 trotz politischer Instabilität

Die moldauische Wirtschaft wuchs 2019 um 4,2% und damit ähnlich schnell wie im Vorjahr. Das Wachstum wurde dabei in erster Linie von ansteigender Investitionstätigkeit getragen, welche um 16% zunahm. Angetrieben von Investitionswachstum, verwundert es nicht, dass das Baugewerbe mit 19% der Sektor mit der höchsten Wachstumsrate war.

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Newsletter Ausgabe 56 | November – Dezember 2019

Erneuter Regierungswechsel in Moldau

Am 12. November wurde die Regierung von Maia Sandu vorzeitig durch ein Misstrauensvotum entlassen. Hintergrund war eine Regierungsentscheidung, durch welche die Premierministerin die Vorauswahl der Kandidaten für den Posten des Generalstaatsanwalts an sich gezogen hätte. Für ihren Koalitionspartner, die Sozialistische Partei, die seit Längerem auf eine Regierungsumbildung pochte, war dies untragbar. Zwei Tage später wurde ein neues Kabinett mit Unterstützung der geschwächten, aber immer noch gut vertretenen Demokratischen Partei ernannt. Westliche Partner äußerten sich besorgt und betonten abermals die Notwen-digkeit zur Korruptionsbekämpfung. Gleichzeitig sagten sie jedoch zu, die Zusammenarbeit auf Basis von Konditionalität und der Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit fortzusetzen.

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Newsletter Ausgabe 55 | September – Oktober 2019

Aktuelle Wirtschaftslage: Investitionen als Wachstumsmotor

Das Wirtschaftswachstum wird 2019 voraussichtlich 4,2% betragen und damit höher sein als vorher erwar-tet. Wachstumstreiber sind die Investitionen, welche im ersten Halbjahr 2019 mit gut 20% relativ stark ge-stiegenen sind. Diese Entwicklung spiegelt sich im wachsenden Bausektor wider, der im Vergleich zu 2018 um fast 27% zulegte.

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Newsletter Ausgabe 54 | Juli – August 2019

Moldaus neue Regierung – ein vorerst weniger geteiltes Land

In Moldau haben die prorussischen Sozialisten sowie der proeuropäische ACUM-Block eine ungewöhnliche Koalition gebildet. Dies war möglich, nachdem die USA, die EU und Russland sich augenscheinlich einig geworden waren, Vladimir Plahotniuc zu entmachten. Dieser hatte zuletzt zu viele rote Linien überschritten.

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Newsletter Ausgabe 53 | Mai – Juni 2019

Die Wirkung des DCFTA auf moldauische Exporte in die EU

Moldau hat 2014 ein vertieftes und umfassendes Freihandelsabkommen (DCFTA) mit der EU unterzeichnet, das im selben Jahr in Kraft getreten ist. Nach fast fünf Jahren der Implementierung untersuchen wir die Auswirkungen des DCFTA auf die moldauischen Exporte in die EU.

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Newsletter Ausgabe 52 | März – April 2019

Überschuldung privater Haushalte bei Mikrofinanzinstituten

Das German Economic Team Moldova hat zusammen mit der Nationalen Kommission für Finanzmärkte Daten zur Überschuldung privater Haushalte bei Mikrofinanzinstituten erhoben. Obwohl die Daten unserer Stichprobe wohl nur eine Näherung der tatsächlichen Situation darstellen, schließen sie eine Informationslücke.

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Newsletter Ausgabe 51 | Januar – Februar 2019

Parlamentswahlen in Moldau – Was ist zu erwarten?

Die Parlamentswahlen in Moldau sind für den 24. Februar angesetzt. Ähnlich wie im Vorfeld vergangener Wahlen führte die Regierung neue Regelungen ein, die den Ausgang wohl beeinflussen werden. Dazu gehören unter anderem ein neues Wahlsystem und die Möglichkeit, am Wahltag Referenden durchzuführen.

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Newsletter Ausgabe 50 | November – Dezember 2018

Wirtschaftslage zum Jahresende

Das Wirtschaftswachstum wird 2018 gut 4% betragen. Für 2019 wird eine leichte Verlangsamung erwartet; das BIP soll um 3,8% steigen. Das Wachstum wird von Konsum und Investitionen getragen. Auf der Angebotsseite tragen insbesondere das verarbeitende Gewerbe, der Bau und der Einzelhandel zum Wachstum bei; die Landwirtschaft stagniert.

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Newsletter Ausgabe 49 | September – Oktober 2018

Geldpolitische Normalisierung und ihre Wirkung auf Moldau

Als Reaktion auf die internationale Finanzkrise 2007/2008 haben die Zentralbanken der führenden Wirtschaftsnationen radikale Maßnahmen ergriffen und ihre Leitzinsen auf ein beispiellos niedriges Niveau gesenkt. Diese ultralockere Geldpolitik hat inzwischen ihre Ziele erreicht und führt aktuell zu einem erheblichen Risiko von Preisblasen bei Vermögenstiteln. Führende Zentralbanken haben deshalb begonnen, ihre Geldpolitik zu normalisieren.

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Newsletter Ausgabe 48 | Juli – August 2018

Stabile Lage, aber Wirtschaftswachstum ausbaufähig

Die moldauische Wirtschaft ist 2017 mit 4,5% gewachsen. Für 2018 wird ein Wachstum von nur noch 3,8% erwartet. Getragen ist es in 2017 wie auch 2018 auf der Nachfrageseite primär von privatem Konsum. Auf der Angebotsseite sind der Einzelhandel und das verarbeitende Gewerbe die Wachstumstreiber.

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Newsletter Ausgabe 47 | Mai – Juni 2018

Transnistrien: Unsicherer Wirtschaftsausblick

Die transnistrische Wirtschaft befindet sich aufgrund fehlender wirtschaftlicher Diversifizierung und Schieflage der öffentlichen Finanzen seit mehreren Jahren im Krisenmodus. Die Industrieproduktion, die 30% des transnistrischen BIP ausmacht, wird lediglich von zwei Unternehmen dominiert: Dem Stahlproduzenten MMZ und dem Elektrizitätswerk Moldavskaya GRES. Ein Produktionsrückgang bei einem der beiden Unternehmen führt demnach oft zu einem starken gesamtwirtschaftlichen Abschwung. Da das enorme Haushaltsdefizit von 23% des BIP keinen Raum lässt sinkende Steuereinnahmen zu kompensieren, wird ein wirtschaftlicher Rückgang im Industriesektor für gewöhnlich noch durch Einschnitte bei den öffentlichen Ausgaben verschärft.

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Newsletter Ausgabe 46 | März – April 2018

Positive Exportentwicklung in Moldau in 2017

Der Export Moldaus hat sich in 2017 positiv entwickelt, es gab ein Wachstum von 18% gegenüber dem Vorjahr. Exporte in die EU stiegen dabei überproportional an; 70% des Anstiegs der Warenexporte sind auf höhere Ausfuhren in die EU zurückzuführen. Ebenso sind Exporte Richtung Türkei und in die Ukraine überproportional angestiegen. Nach Belarus und Russland gab es nur einen moderaten Anstieg, trotz der wirtschaftlichen Erholung in diesen Ländern.

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Newsletter Ausgabe 45 | Januar – Februar 2018

Stabiles Wachstum auf moderatem Niveau

Die Wirtschaft ist 2017 um 3,5% gewachsen und damit geringer als im Vorjahr. Der Grund dafür liegt primär in einem niedrigeren Anstieg in der Landwirtschaft. Auf der Nachfrageseite hat der private Konsum das Wachstum gestützt, getragen von steigenden Reallöhnen und den wieder anziehenden Rücküberweisungen aus dem Ausland. Die Inflationsrate ist 2017 auf 6,6% angestiegen, allerdings haben Sonderfaktoren hier eine Rolle gespielt. Der Leu hat im Jahresverlauf um etwa 15% gegenüber dem US-Dollar aufgewertet, was die relativ gute außenwirtschaftliche Lage widerspiegelt. Das Haushaltsdefizit ist 2017 mit 3,1% des BIP geringer ausgefallen als erwartet, was insbesondere auf steigende Steuereinnahmen zurückzuführen ist.

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