Eastern Partnership Days: Länderpanel Armenien

Am 14. Dezember veranstaltete der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft ein Länderpanel zu Armenien. Die Veranstaltung war Teil der der Eastern Partnership Business Days. Insgesamt nahmen 75 Personen an der Veranstaltung teil.

Nach einer kurzen Einleitung durch Stefan Kägebein, Regionaldirektor Osteuropa beim Ost-Ausschuss, erhielt die EU-Botschafterin in Armenien, Frau Victorin, die Gelegenheit auf die krisenbedingten Herausforderungen einzugehen. Allerdings vermerkte sie auch die starken Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und Armenien, die u.a. in dem Unterstützungspaket der EU als Teil des „Team Europe“-Projekts für Armenien Ausdruck finden. Dies würde sicherstellen, dass Armenien ein bevorzugter Investitionsstandort bleibt. Die nachfolgenden Paneldiskutanten unterstrichen ausnahmslos die starken Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und Armenien, genau wie die Reformen, die Armenien im Geiste einer „Politik der offenen Tür“ bereits durchgeführt habe. Dabei versicherte der armenische Botschafter in Deutschland, Herr Smbatjan, dass sein Land einer investorenfreundlichen Politik verpflichtet sei.


Neben den unbestreitbaren Erfolgen gibt es nach wie vor Reformbedarf. Dies ist die Essenz der „Investment Survey Armenia“, die vom German Economic Team durchgeführt und auf dem Panel von Dr. Ricardo Giucci, Leiter des German Economic Team, vorgestellt wurde. Ziel des Survey war die Identifikation von Problemen, denen deutsche und europäische Unternehmen in Armenien begegnen sowie das Aufzeigen möglicher Lösungsansätze. Es wurden insgesamt 13 Reformvorschlägen gemacht, von denen zwei systemischer Natur waren, während elf weitere vorwiegend spezifische Maßnahmen umfassen. Dr. Giucci, stellte dem Panel die zwei systemischen sowie zwei ausgewählte kleinere Reformvorschläge vor, die sich überwiegend auf die Reform des Arbeits- und Steuerrechts sowie die Stärkung der Kartellbehörde bezogen. Darüber hinaus wurde deutlich, dass eine Verbesserung des Investitionsklimas nötig sei, da Armenien nach wie vor eine vorwiegend konsumbasierte Volkswirtschaft sei.