Business Roundtable mit dem armenischen Wirtschaftsminister
Nach der Unterzeichnung eines gemeinsamen Friedensabkommens in Washington im August 2025 machten Armenien und Aserbaidschan im Oktober einen wichtigen Schritt nach vorn, indem sie die Beschränkungen für den Warentransit durch ihre jeweiligen Territorien gegenseitig aufhoben. Diese Entwicklung lässt einen nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung im Südkaukasus hoffen.
Um neue Marktchancen in der Region zu sondieren, organisierten der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. und die DIHK am 29. Oktober einen Business Roundtable mit dem armenischen Wirtschaftsminister, S.E. Gevorg Papoyan.
Unsere Kollegen Dmitry Chervyakov und Ricardo Giucci nahmen zusammen mit rund 50 weiteren Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen und Verbänden an der Veranstaltung teil und teilten Erkenntnisse aus unserem aktuellen Wirtschaftsausblick für Armenien.
Trotz geopolitischer Spannungen in der Region zeigt unsere Analyse, dass Armenien seit mehreren Jahren ein robustes Wachstum verzeichnet. Für 2025/2026 wird erwartet, dass sich das Wirtschaftswachstum bei rund 5% stabilisiert. Während die expansive Fiskalpolitik das Wachstum weiterhin durch Stärkung von Konsum und Investitionen unterstützt, schlägt sich dies auch in erhöhten Haushaltsdefiziten von 5,5% im Jahr 2025 und 4,5% im Jahr 2026 sowie in der öffentlichen Verschuldung nieder, welche die fiskalische Regel von 50% des BIP überschreitet.
Das Wirtschaftswachstum wird zudem durch einen Produktivitätsanstieg gestützt. Besonders der IT-Sektor zeigt vielversprechende Perspektiven: Sein Anteil an der gesamten Bruttowertschöpfung stieg von 3,5% im Jahr 2021 auf 8,3% im Jahr 2024. Außerdem wird erwartet, dass die Inflation mit rund 3% niedrig bleibt und damit innerhalb des neuen Ziels der Zentralbank Armeniens liegt.
Die vollständige Analyse finden Sie hier.
Wir danken dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. und der DIHK für die freundliche Einladung und tolle Organisation der Veranstaltung!