Wirtschaftsausblick Ausgabe 14 | Juni 2021

Überblick

  • Das reale BIP wird trotz globaler Erholung auch 2021 schrumpfen (-0,4%), bei anhaltend hoher Prognoseunsicherheit
  • Sektoral ist die Entwicklung (5M2021) extrem heterogen: Verarbeitendes Gewerbe +11,6%; Bausektor -14,1%
  • Inflation mit aktuell 9,4% (Mai-21) deutlich über Zielwert der Nationalbank, die erst spät mit einer Zinserhöhung auf 8,5% reagiert hat. Leichter Rückgang der Inflation zum Jahresende 2021 erwartet
  • Starke Abwertung des Wechselkurses in 2020 (-21%), aktuell Stabilisierung. Währungsreserven im Mai-21 bei 7,8 Mrd. USD; Importdeckung gering (2,4 Monate)
  • Haushaltsdefizit wird sich 2021 auf -3,8% des BIP verschlechtern, aber Rückgang der Schuldenquote auf 45,7% des BIP; Möglichkeiten zur Refinanzierung bleiben beschränkt
  • Leistungsbilanzdefizit bleibt 2021 mit -0,3% des BIP etwa auf Vorjahresniveau
  • Nachdem der Außenhandel 2020 schrumpfte, ist aktuell (4M2021) aufgrund von Basis- und Preis- effekten eine starke Erholung zu verzeichnen (Exporte +35%, Importe +25%)

Themen

  • Staatlicher Finanzierungsbedarf. Eurobondrenditen spiegeln Unsicherheit der Lage wider
  • Preisregulierung. Administrative Maßnahmen kein geeignetes Instrument zur Inflationsbekämpfung
  • Exportfinanzierung. Zaghafte Reform der staatlichen Exportfinanzierung eingeleitet
  • Corona. Abnehmende Fallzahlen, aber noch recht hohe Inzidenz. Bisher noch kaum Impfungen
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