Wirtschaftsausblick Ausgabe 13 | Januar 2021

Überblick

  • Das reale BIP ging 2020 nur um 0,9% zurück; Rückgang im int. Vergleich sehr niedrig. 2021 wird das BIP aber mit -2,7% stärker schrumpfen
  • Relativ milde Corona-Maßnahmen erklären den geringen Rückgang 2020; die anhaltende politische Krise trübt dabei jedoch die Aussichten für 2021 ein
  • Inflation (2020: 7,4%) steigt über den Zielwert der Nationalbank, die bisher aber nicht reagiert
  • Signifikante Abwertung des Wechselkurses (-21%) trotz Verkauf von Währungsreserven (Jan-21: 7,2 Mrd. USD); Importdeckung sinkt auf 2,6 Monate
  • Haushaltssaldo hat sich 2020 deutlich auf -4,7% des BIP verschlechtert. Infolgedessen starker Anstieg der Schuldenquote in diesem Jahr (50,9% des BIP)
  • Leistungsbilanzdefizit ist 2020 angestiegen (-3,3% des BIP); nur leichte Verbesserung in 2021 (-2,2%)
  • Außenhandel ging 2020 in Folge von Corona, des Energiestreits mit Russland und der niedrigen Energiepreise zurück; sowohl Exporte (2020: -11,9%) als auch Importe (-17,4%) sehr schwach

Themen

  • Unternehmen. Massiver Anstieg der Verschuldung und negative Zukunftserwartungen
  • IKT-Sektor. Sektor gewinnt an Bedeutung in der Krise, aber Standortrisiken nehmen zu
  • Bankensektor. Anzeichen für Stress; Dauer der politischen Krise entscheidend
  • Corona. Entwicklung der Fallzahlen, heimische Maßnahmen, wirtschaftliche Unterstützung
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