Newsletter Ausgabe 71 | Juli – August 2021

Steigende Inflation gefährdet makroökonomische Stabilität

Wie in den meisten Ländern weltweit, hatte die Corona-Pandemie auch negative Auswirkungen auf die belarussische Wirtschaft. Während der BIP-Rückgang eher moderat ausfiel, ist eine rasch steigende Inflation zu beobachten, die derzeit bei 9,8% im Jahresvergleich liegt. Dies steht im direkten Zusammenhang mit der Abwertung des belarussischen Rubels, der 2020 um knapp 20% gegenüber dem US-Dollar fiel. Die belarussischen Behörden reagierten schnell auf den sich abzeichnenden Inflationsdruck mit einer Reihe von administrativen Begrenzungen des Preisanstiegs. Aus wirtschaftspolitischer Sicht sind administrative Maßnahmen jedoch kein geeignetes Instrument zur Inflationsbekämpfung. Der Fokus der Behörden sollte daher vor allem auf einer stärkeren Straffung des geldpolitischen Kurses liegen, um die hohe Inflation zu senken und so wieder makroökonomische Stabilität zu gewährleisten.

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