Newsletter Ausgabe 66 | September – Oktober 2020

Inländischer Anleihemarkt als alternative Finanzierungsquelle

Die belarussische Wirtschaft befindet sich derzeit in einer Rezession und ist mit Kapitalabflüssen und der Abwertung ihrer Währung konfrontiert. Der Bankensektor ist stark gegenüber staatlichen Unternehmen exponiert und könnte künftig stärker unter Druck geraten, sollte sich die Zahlungsfähigkeit seiner Kreditnehmer verschlechtern. Langfristig könnte die Entwicklung von Lokalwährungsinstrumenten auf dem heimischen Kapitalmarkt das Finanzsystem widerstandsfähiger machen und die Abhängigkeit von einem fragilen Bankensystem verringern. Der inländische Anleihemarkt birgt ein erhebliches Potential, da viele Unternehmen bereits auf diesem Markt aktiv sind. Die vorhandenen Instrumente in lokaler Währung sind jedoch noch unterentwickelt, was den verbreiteten Gebrauch von Fremdwährung im Finanzsystem widerspiegelt. Die Preisfestsetzung und Zuteilung solcher Anleihen erfolgten bisher weitgehend zu nicht marktüblichen Bedingungen.

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