Newsletter

Newsletter Ausgabe 65 | Juli – August 2020

Aktuelle Entwicklungen im IKT-Sektor: Pandemie als Chance?

Nachdem der belarussische IKT-Sektor bereits in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung genommen hatte, hat die aktuelle Corona-Pandemie dieses Wachstum weiter beschleunigt: In den ersten sieben Monaten des Jahres lag der Anteil des IKT-Sektors am BIP bei 7,6% – deutlich über dem Vorjahreswert (6,2%). Zentral ist die starke Exportorientierung des Sektors, der 2019 insgesamt 2,4 Mrd. USD erlöste (dies entspricht 25% der gesamten Dienstleistungsexporte).

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Newsletter Ausgabe 64 | Mai – Juni 2020

Corona-Pandemie verdüstert Wirtschaftsausblick

Nach deutlicher Abkühlung in 2019 rutscht die belarussische Wirtschaft 2020 in die Rezession. Der prognostizierte Rückgang des realen BIP um 6% spiegelt dabei vor allem den Einfluss externer Faktoren wider: Global niedrige Energiepreise und andere Auswirkungen der Corona-Pandemie, aber auch erneute Probleme mit Öllieferungen aus Russland und die Fortsetzung des russischen Steuermanövers. Letzteres erhöht stetig den Druck auf den Staatshaushalt und lässt wenig Spielraum für staatliche Konjunkturprogramme. Die Abwertung der Währung und steigende Löhne im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im August 2020 stellen die Nationalbank vor substantielle Herausforderungen; nichtsdestotrotz bleibt die Inflation weitestgehend unter Kontrolle. Schuldentilgungen und Wechselkursinterventionen haben die Währungsreserven verringert, was vor dem Hintergrund einer sich verschlechternden Leistungsbilanz zusätzliche Risiken impliziert. Für 2021 rechnen wir mit einer Erholung der Wirtschaft; diese wird jedoch nicht die Verluste aus 2020 vollständig kompensieren können.

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Newsletter Ausgabe 63 | März – April 2020

Wirtschaftliche Auswirkungen des russischen Steuermanövers

Während die meisten Beobachter sich derzeit auf die Turbulenzen auf dem globalen Ölmarkt und den signifikanten Preisverfall konzentrieren, steht Belarus vor einer zusätzlichen Herausforderung. Bis Ende 2024 wird der Preis für das von Belarus aus Russland importierte Rohöl aufgrund einer Reform der Ölbesteuerung in Russland – dem so genannten „russischen Steuermanöver“ – um 30% steigen. Es liegt auf der Hand, dass dies erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und insbesondere die Ölraffinerien, die im erheblichen Maße zu den Exporten und Haushaltseinnahmen beitragen, haben wird.

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Newsletter Ausgabe 62 | Januar – Februar 2020

Wirtschaftswachstum kühlt weiter ab

Das Wirtschaftswachstum kühlte aufgrund externer Faktoren deutlich ab und betrug 2019 nur 1,2%. Hohe Unsicherheit über zukünftige Lieferkonditionen für russisches Rohöl und Gas, sowie anhaltende strukturelle Probleme, trüben darüber hinaus die Wachstumsaussichten: Die Prognosen für 2020 (0,9%) und 2021 (0,5%) verbleiben auf einem ähnlich niedrigen Niveau.

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Newsletter Ausgabe 61 | November – Dezember 2019

Belarus-Russland: Kommt es zu einer bilateralen Integration?

Seit Dezember 2018 führen Belarus und Russland Gespräche über eine Vertiefung ihrer bilateralen Integration. Die Verhandlungen fanden bisher überwiegend hinter verschlossenen Türen statt und lösten somit – sowohl in Belarus als auch im Westen – allerlei Gerüchte und Ängste aus. Während die schwierigen Gespräche weiter fortgesetzt werden, betont die Regierung in Minsk, dass die nationale Souveränität ein absoluter Wert und eine „rote Linie“ ist.

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Newsletter Ausgabe 60 | September – Oktober 2019

Reformvorschläge zur Verbesserung des Geschäftsklimas

Nach der Rezession 2015/2016 befindet sich die belarussische Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs. Dennoch benötigt Belarus mehr Wachstum und Investitionen, um zu den entwickelten Volkswirtschaften aufzuschließen. Eine gemeinsame Studie von GET Belarus und drei deutschen Unternehmensverbänden enthält 35 Vorschläge von deutschen Unternehmen zur Verbesserung des Geschäftsklimas und zur Stärkung privatwirtschaftlicher Investitionen in Belarus.

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Newsletter Ausgabe 59 | Juli – August 2019

Externe Faktoren dämpfen das Wirtschaftswachstum

Die wirtschaftliche Entwicklung verliert aufgrund externer Faktoren erneut an Schwung. Die Prognose für 2019 wurde ein weiteres Mal nach unten korrigiert und beträgt nur noch 1,8%. Einer der Hauptgründe hierfür ist die Verschmutzung der Ölpipeline „Druschba“, welche sich negativ auf Produktion und Export von Ölprodukten auswirkt. Für das Jahr 2020 wird ebenfalls ein schwaches Wachstum von 1,3% prognostiziert.

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Newsletter Ausgabe 58 | Mai – Juni 2019

Vermächtnis staatlicher Kreditvergabe belastet Bankensektor

Der belarussische Bankensektor setzt seine Erholung nach der Rezession 2015-16 fort. Seit Ende 2017 ist das Kreditvolumen wieder gestiegen, wobei sich die Kreditvergabe auf Haushalte und private Unternehmen verlagert hat. Da sich der Wechselkurs stabilisiert hat und die Inflation zurückging, sind die Zinssätze in Landeswährung deutlich gesunken. Dies führte zu einer Verlagerung der Einlagen und Kredite in Landeswährung. Gleichzeitig ist nach wie vor nicht klar, ob der Sektor das weitere Wirtschaftswachstum und den längst überfälligen Strukturwandel hin zu Privatunternehmen begleiten kann. In diesem Zusammenhang muss das Erbe der notleidenden Kredite von Staatsunternehmen noch gelöst werden und erfordert eine umfassende Reform im Unternehmenssektor. In dieser Phase könnten Kapitalmärkte zu einer wichtigeren Finanzierungsquelle werden.

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Newsletter Ausgabe 57 | März – April 2019

Belarus-Russland: Wohin führen die aktuellen Spannungen?

Wie so oft streiten sich Belarus und Russland über die Bedingungen ihrer besonderen Beziehung. Allerdings haben die geopolitische Lage und das Ölsteuermanöver Russlands die Spannungen verschärft, wodurch grundlegende Widersprüche zwischen den Nachbarn verstärkt zu Tage treten. Die belarussisch-russischen Beziehungen steuern auf schwierige Zeiten zu. Ihre Zukunft hängt davon ab, ob es Minsk und Moskau gelingt, in der neuen geopolitischen Realität ein für beide Seiten vorteilhaftes Bündnismodell zu finden. Die gleiche alte Geschichte?

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Newsletter Ausgabe 56 | Januar – Februar 2019

Wirtschaftliche Erholung hält an, verliert aber an Schwung

Die belarussische Wirtschaft setzte im Jahr 2018 ihre Erholung weiter fort (3,0%); für 2019 wird ein Wachstum in Höhe von 2,4% prognostiziert. Der Aufschwung ist jedoch zyklischer Natur und hat bereits seinen Höhepunkt überschritten. Ohne weitere Wirtschaftsreformen dürfte das mittelfristige Wachstum auf rund 2,0% pro Jahr begrenzt bleiben.

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Newsletter Ausgabe 55 | November – Dezember 2018

Die digitale Wirtschaft in Belarus: Eine liberale Enklave

Der belarussische Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) Sektor hat sich als eine wichtige Quelle für Beschäftigung, Exporteinnahmen und Innovationen etabliert. Dies ist eine willkommene Dynamik, da Reformen der staatseigenen Betriebe nicht wesentlich vorangeschritten sind.

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Newsletter Ausgabe 54 | September – Oktober 2018

Wie kann Belarus von der „Neuen Seidenstraße“ profitieren?

Seit dem Beginn der „Belt and Road Initiative” (BRI) im Jahr 2013 konnte Belarus seine Rolle als wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen China und der EU weiter ausbauen. Wie kann das Land von der „Neuen Seidenstraße“ profitieren und was sind die Folgen für die Wirtschaft?

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Newsletter Ausgabe 53 | Juli – August 2018

Die Wirtschaft zur Jahresmitte: Diesmal alles anders?

In der ersten Jahreshälfte 2018 haben sich die wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen im Vergleich zu 2017 weiter verbessert. Das Jahr 2017 kann damit als Ende der Rezession von 2015/16 angesehen werden.

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Newsletter Ausgabe 52 | Mai – Juni 2018

Exportwachstum: Neue Chancen auf traditionellen Märkten

Belarus ist eine offene Volkswirtschaft, deren Exporte mehr als 50% des BIP ausmachen. Die Hälfte dieser Exporte gehen nach Russland; die regionale Diversifi-zierung der Exporte ist deshalb zu einer wirtschafts-politischen Priorität geworden.

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Newsletter Ausgabe 51 | März –April 2018

Belarus-EU: Mehr Zusammenarbeit, aber kein Durchbruch

Die Beziehungen zwischen der EU und Belarus haben sich 2016 insbesondere in politischer Hinsicht verbessert, jedoch weniger in wirtschaftlicher. Im Jahr 2017 und zu Beginn dieses Jahres kehrte sich diese Entwicklung jedoch um: Während Verhandlungen zwischen Minsk und Brüssel zu wichtigen politischen Themen ins Stocken geraten sind, sind sektorspezifische Dialoge und die Projektzusammenarbeit durch mehr Dynamik gekennzeichnet. Auch der Handel zwischen Belarus und den EU-Mitgliedsstaaten hat sich nach dem deutlichen Rückgang 2015-2016 wiederbelebt.

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Newsletter Ausgabe 50 | Januar – Februar 2018

Bankensektor: Leichte Verbesserung aber auch Probleme

Der belarussische Bankensektor spiegelt die allgemeine wirtschaftliche Lage im Land wider: Nach den schweren Jahren 2015/16 mit rückläufiger Kreditvergabe, hohen Zinsen und einem starken Anstieg notleidender Aktiva, lässt sich nun ein Stabilisierungs- und Erholungsprozess beobachten.

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